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Stirling Motor Böhm HB7-AO2 Kit - Bausatz - Stirling Engine - Details

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Stirling Motor Böhm HB7-AO2 Kit - Bausatz - Stirling Engine

Stirling Motor Böhm HB7-AO2 Kit - Bausatz - Stirling Engine
HB7KIT

Böhm Stirlingmotor HB07 - Bausatz

Bausatz "In Line Runner" - die liegende, klassische Bauweise des Stirlingmotors.

Technische Daten:
Maße: 156 mm x 108 mm x 130 mm, 0,55 kg
Grundplatte: Buche lackiert natur
Materialien: Schrauben, Führungsteile aus Edelstahl, Räder und Zylinder aus Messing
Stahlteile: komplett aus Edelstahl
Lagerung: 2 Kugellager
Drehzahl: max. 2.500 U/Min
Brenn-/Laufdauer: pro Füllung Spiritus ca. 30 min

 

Für die Montage dieses Bausatzes, bitte die folgenden – nicht im Bausatz enthaltenen Werkzeuge – bereit halten: Inbus-Schraubendreher SW 1,5, Pinzette, Spitzzange, Inbusschlüssel SW 2,5, Torx-Schraubendreher 8.

 

Dem Bausatz beigefügt sind: 1 Spritzchen Ceramic-Paste, 1 Spritzchen Aeroshell Fluid 12 Öl, Kugellagerkleber Loctite 601.

 

Montage

 

1 – Das Kugellager (2) in den Lagerbock (1), außen bündig, eindrücken.

2 – Den Verdrängerkolbendeckel (8) in den Verdrängerkolben (7) einpressen.

3 – Auf das Gewinde der Verdrängerkolbenachse (6) Loctite-Kleber auftragen, dann in den Verdrängerkolben eindrehen. Am Ende vorsichtig mit einer Zange bis auf Anschlag festziehen. Dabei die Zange am Verdrängerkolbenende (M3) ansetzen.) Überschüssigen Kleber gründlich entfernen.

4 – Den montierten Verdrängerkolben in den Kühlzylinder (13) einführen. Wird der letztere senkrecht gehalten, muss der Verdrängerkolben von selbst hineingleiten – er darf nicht klemmen!

5 – Den Heizzylinder (9) aufsetzen und mit Schrauben (10) befestigen.

6 – Die Hülse (3) nach Zeichnung in den Arbeitszylinder (15) einpressen, durch den Lagerbock (1) einführen, das andere Ende der Hülse in den Kühlzylinder(13) einpressen. Liegen beide Zylinder an dann werden sie mit Schraube (16) angezogen.

7 – Den Arbeitskolben (14) mit Pleuel (12) und Passstift (11) verbinden. Eine minimale Menge Ceramic-Paste auf den Zeigefinger auftragen. Die Paste mit dem Daumen verreiben, so dass sie kaum noch sichtbar ist. Jetzt eine hauchdünne Schicht der Ceramic-Paste auf den Arbeitskolben (14) auftragen, dann den Kolben in den Arbeitszylinder (15) einführen und hin und her bewegen – er darf

weder kratzen noch klemmen! Keinesfalls darf Öl in den Arbeitszylinder (15) gelangen! Ein kleines Tröpfchen Öl (Spritze beigefügt) auf die Verdrängerkolbenachse (6) geben.

8 – Die 3 Gummifüße (24) nach Zeichnung unten auf den Buche Sockel kleben.

9 – Die beiden Senkschrauben (23) von unten durch den Buche Sockel einführen. Oben die Abstandshülsen (22) auf beide  Schrauben aufstecken, dann den vormontierten Lagerbock (1) aufsetzen und die Senkschrauben vorsichtig anziehen.

10 – Die Radachse (4) ganz durch die Kugellager (2) führen, so dass sie auf beiden Seiten gleich viel übersteht.

11 – Die Madenschrauben (26) senkrecht auf den Innenseiten beider Schwungräder (17) einschrauben.

12 – Die Schwungräder (17) auf die Radachse (4) schieben. Die Radachse (4) darf nicht überstehen.

13 – Beide Schwungräder (17) so ausrichten, dass die beiden Madenschrauben (26) in einer Flucht stehen (nach oben). Jetzt die Madenschrauben (26) festziehen.

14 – Die Pleuel (12) mit den schwarzen Plastikbüchsen (19) und Schrauben (18) sehr leicht – mit einem Drehmoment von 3 cNm – anziehen (beidseitig).

15 – Den Docht (21) an einem Ende anfeuchten und vorsichtig durch den Brennerdeckel führen.

16 – Den Deckel auf die Brennerdose (20) setzen.

17 – Das Böhm-Logo aufkleben (selbstklebend, Folie abziehen).

 

Den Motor in Betrieb nehmen

 

Achtung: Der Motor darf nur unter ständiger Aufsicht von Personen über 18 Jahren betrieben werden. Leichtentzündliche Gegenstände dürfen sich nicht in der näheren Umgebung des Vorführorts befinden. Berühren sie den Motor nicht, da dies zu Verbrennungen führen kann. Vorsicht im Umgang mit Brennspiritus. Niemals offene Flaschen mit Spiritus stehen lassen. Unsachgemäße Handhabung des Stirlingmotors kann zu Bränden führen!

 

Das Arbeitsprinzip des Stirling Motors

 

Der Brenner erhitzt die Luft, die sich in einem geschlossenen Kreislauf befindet. Bedingt durch die Wärmeausdehnung, werden der Arbeitskolben und die Schwungräder in Bewegung gehalten. Während sich der Arbeitskolben in Richtung Räder bewegt, wird der Verdrängerkolben vom Kühlrippenteil in den Heizzylinder geschoben. Da der Verdränger keine Abdichtung besitzt, wird die heiße Luft an seiner Außenwand vorbei in dem durch Kühlrippen gekühlten Zylinderteil bewegt. Da hier die Temperatur um ca. 300 °C niedriger ist (Volumenverringerung), sorgt die abgekühlte Luft für ein Vakuum, das den Arbeitskolben wieder ansaugt und die Schwungräder in Bewegung hält. Durch die Drehbewegung wird der Verdrängerkolben wieder in das Kühlrippenteil gezogen, wodurch die in diesem Raum abgekühlte Luft rasch in den Heizzylinder vorströmt. Sie heizt sich erneut auf, dehnt sich aus und leistet wieder Arbeit.

 

Betriebsanweisung

 

1 – Den Motor an einem zugfreien Ort aufstellen.

2 – Die schwarze Brennerdose mit Deckel entnehmen und mit 94%-igem Spiritus auffüllen. Der Docht sollte nicht mehr als 1 mm überstehen. Vorsicht: Der Spiritus kann den Lack beschädigen. Die Spiritusflasche umgehend verschließen und wegräumen.

3 – Den Docht anzünden.

4 – Ca. 10 Sekunden warten.

5 – Die Räder drehen, bis Motor von selbst läuft.

• Den Motor niemals unbeaufsichtigt laufen lassen.

• Die Flamme immer klein halten, da der Motor sonst überhitzt.

• Wenn die Brennerdose ganz rechts steht, läuft der Motor langsam.

• Drehen Sie ein Rad um 180°, dann ändert sich die Drehrichtung.

 

Pflege

 

Der Motor sollte staubfrei gelagert werden. Schon kleinste Verschmutzungen können den Motor zum Stillstand bringen. Die Passungen liegen im H7 Bereich. Alle mechanischen, beweglichen Teile müssen leichtgängig sein, sonst läuft der Motor nicht! Vorsicht beim Zerlegen – viele Teile haben Wandstärken von weniger als 0,25 mm.

 

Was tun, wenn Motor nicht läuft?

 

• Die Leichtgängigkeit aller mechanischen Komponenten prüfen.

• Sind die schwarzen Büchsen zu fest angezogen?

• Ist zuviel Paste aufgetragen worden?

• Ist Öl in den Arbeitszylinder gelangt?





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